Sonntag, 21. Dezember 2014

Rückblick

Nun fast 6 Monate nach der Rückkehr fragt man sich doch jeden Tag was ist übrig geblieben? Was hat man eingepackt und mitgenommen.  Schnell, sogar extrem schnell ist der Alltag wieder Herr. Die Freunde fühlen sich wieder vertraut  an und man freut sich über Altbewährtes und Neues. Doch immer wieder in diesen Momenten wenn der Kopf zur Ruhe kommt, sind sie wieder da. Diese Bilder und Erinnerungen.  Am Anfang diese Frage: und wie wars in Afrika?  Schön oder? Klar war es schön, aber war es nicht eher Ernüchternd und Lehrend? Es ist eine Herzensangelegenheit geworden.  Ein Stück Heimat die immer mit dabei ist.
Es hat verändert und man ist irgendwie bewusster geworden. Der Blick dreht sich in mehrere Richtungen und das Herz wird weicher. Doch was kommt nun ist die Frage. Einfach rum und fertig? Weiterverfolgen? Auf jeden Fall!  Es gibt überall, gerade im jetzt so viele Orte in Afrika wo medizinisches Personal gebraucht wird. Der Grundstein für eine weitere Richtung im Lebensweg ist gelegt. Jeder Tag war einfach ein so großes Geschenk mit seinem Auf und Ab. Für immer wird dieses Jahr eines der wichtigsten bleiben.  Etwas ganz großartiges und keinen einzige Stunde möchte man missen. Aber es wurde auch deutlich wie wichtig Menschen sind welche so ein Jahr mittragen mit guten Gedanken und dem vermitteln es ist gut das du dort bist. Besuch, Emails Telefon. ..Der Kontakt ist wichtig und irgendwie zu vielen intensiver geworden. Die Familie, die Freunde. Bald wird es wieder Zeit für neues.  Tansania ist und bleibt eine 2 Heimat welche ganz tief im Kopf und Herzen bleibt

Montag, 7. Juli 2014

Was sich bewährt hat

So kurz vor dem Ende kann man dann schon mal einen Blick zurück werfen. Genau in 29 Tagen um 17.35 ist man dann wieder in Deutschland.   Was sich denn so bewährt hat in Tansania?   Da stehen an erster Stelle natürlich Freunde und Familie.  Emails, Päckchen  und jede Menge guter Gedanken.  Dicht gefolgt von meinem Dior Lippenstift welcher jegliche Temperatur super vertagen hat und sich 1A auftragen lässt.  Medizinisch-Englisch-Deutsch Wörterbuch und natürlich das Kisuaheli Wort für Wort. Schuheeeee kann man hier eigentlich fast nur in Dar es salam kaufen und T-shirts gibts irgendwie auch nicht einfarbig. In der Klinik freue ich mich nun die ersten offiziellen Guidelines in den Wards zu verteilen.  Auch sieht man kleine Fortschritte was den perioperativen  Part angeht.  Da wird nun genauer überlegt was muss man machen wann und wie. Ist doch gestern Abend ein Bus umgefallen und hat uns in der Nacht um 11 noch 9 etwas schwer verletzte Patienten eingebracht...Babys und Omas alles dabei.  Als dann um 2 Feierabend ist, ruft das Bett fast schon hysterisch. Jeden Tag bin ich tief gerührt was hier die Angehörigen auf sich nehmen um die Kranken zu pflegen.  Da wird auf dem Boden geschlafen und rund um die Uhr geschaut.  Morgen sind es noch genau 4 Wochen zum Heimflug. Muss quasi schon packen.  Man packt doch mehr ein als nur Gegenstände. ..

Montag, 30. Juni 2014

Die letzten 30 Tage in Ikonda

Seit Italien aus dem Rennen ist, ist natürlich die WM  mein Lieblingsthema. Mit allen Mitarbeitern wird lautstark über die WM gesprochen wenn immer sich ein Italiener in der Nähe aufhält.  Und da gibt es noch Shedrack. Er ist Anfang 30 und wird mit einer großen Schnittwunde am Hals in der Nacht eingeliefert.  Zusammen mit Gian Piaolo nähen wir fast einmal um den Hals. Zum Glück nichts schlimmes verletzt.  Ich frage so nebenbei was denn passiert sei... Shedrack erzählt mir das seine Frau ihn mit einer Glasflasche verprügelt hat. Nicht das erste mal werden Männer verletzt eingeliefert welche von den Frauen prügel einstecken müssen.  Bestimmt jedoch meist zurecht.  Nach ausgeheilten Wunden geht es dann zur Ehefrau zurück. Die Sprachkultur ist hier eine andere. Es wird weniger gesprochen, mehr gehandelt. Am einzigen freien Ausschlaftag schleppt Virginia mich morgens um 7 in die Messe um den Chor dort zu sehen... sehr nett aber lange nicht die Qualität von Kigonsera. Schon jetzt muss ans packen gedacht werden. .. alles da fürs Stuttgarter Sommerfest? ? Raus aus dem Flieger rein in die Arbeit.  So kurz vor der Heimreise ist das vermissen der Liebsten am stärksten. .

Freitag, 27. Juni 2014

Leitlinien

Um den Standard der Klinik zu heben bilden wir eine kleine Arbeitsgruppe.  2 Chirurgen aus Italien und ich. Wir beginnen mit einer Leitlinie für den Präopertiven Part. Als Folien über Folien fertig sind haben wir eine Menge Inhalt zum Thema Katheter, Vitalzeichen,Antibiotika und Mobilisation. Während ich den Norden erkundet habe, stellen Pietro und Gian Paolo den Ärzten die neuen Linien vor. Nun ist der Schwesternteil an mir. Father Sandro macht unser Meeting zur Pflicht und dann sitzen da am Nachmittag 50 Nurses und die Assistenten vor mir.  Mit der PowerPoint klappt dann alles ganz gut und die Fragen können beantwortet werden.  Ja nun heißt es das Neue in die Tat umzusetzen.  Das ist schwierig nach Jahrelangen Gewohnheiten.  So muss immer wieder erinnert werden das nicht jeder Patient einen Katheter braucht oder rasiert werden muss. Das war nur der erste Streich und der zweite folgt sogleich.  Der postoperative Part.

Dienstag, 24. Juni 2014

STROKE

In der Nacht kommt sie an, weit gereist mit Mutter und Ehemann.  Neema ist 35 und hat 5 Kinder. Stolze Mama. Irgendwie stimmt etwas nicht merkt man daheim. Der Urin lässt sich nicht mehr kontrollieren und die Bewegungen wollen auch nicht mehr.  4 Stunden sind sie angreist. Da der Femaleward voll ist kommt Neema in den Surigalward. Am Morgen lernen wir uns in der Morgenvisite kennen. Sie spricht  nichts und schaut einen nur an. Reagiert aber auf alles, Zunge raus etc. Stroke schreibt der Doctor. Katheter und Physio. Naja er ist Chirurg und kein Internist. Die Chirurgen verschwinden in den op. Ich warte auf den Internist.  Gegen 11 Uhr muss sich Neema übergeben.  Um 11.30 kommt Mbiliny und sagt Eva komm der Patient ist schlecht.  Schlecht ist kein Wort, Neema liegt im Bett und schnappt nur noch.  Mein Pulsoxy am Finger zeigt 30% an. Die Schwester will den Blutdruck messen. Zu spät sage ich nur. Ruf einen Arzt. Als dann ein Arzt kommt sind 7 Minuten Herzmassage vergangenen. Du kannst aufhören wird gesagt. Die Mutter von Neema fängt lautes klagen und weinen an. Und die Kinder und die Kinder sagt sie immer wieder.  Ich finde den Ehemann im Garten die Wäsche waschen.  Er sieht schon das es schlechte Nachricht gibt und fängt an zu weinen.  Tage wie diese sind leider viel zu häufig in  Tansania.  Jede Hilfe wird gebraucht. 

Samstag, 21. Juni 2014

Wieder in Ikonda

Angekommen nach diesem perfekten Urlaub geht es direkt in die Arbeit.  In den letzten 2 Wochen haben sich die Aufgaben gestapelt.  Zu meiner unfreudigen Überraschung sehe ich noch teils die selben Patienten.  Dann ist da die Sache mit Winfrieda. Sie ist jung und ziemlich krank.  Ihre Mutter bittet um Entlassung da kein Geld mehr vorhanden ist und seit gestern auch kein Essen mehr gekauft werden kann. Leider ist der Zustand so schlecht das wir sie nicht entlassen können. Da der Ehemann und die Großeltern gestorben sind kann niemand mehr mit Geld aushelfen. Da schalte ich dann mal unseren Sozialdienst ein. Die Patientin wird über ihre Situation befragt und bekommt nun bis Montag.  Ich muss mal wieder schlucken.  Die Armut der Menschen trifft hier besonders da es richtig auf die Gesundheit geht. Am Abend feiern wir noch mit den Mitarbeitern einen  Consulata Tag und ich bekomme ein süßes Baby ausgeliehen.  Ich muss schon langsam meine Sachen aussortieren... und bald mal packen. 

Dienstag, 17. Juni 2014

Familie auf Safari

Familie auf Safari


Samstag, den 07.06.2014 um 4:15 in Stuttgart, im Hause Zimmermann alles dunkel. Leider war der Abiball am Vorabend doch etwas laenger gegangen und die 10 Minuten kurz mal hinlegen haben eben doch nicht ausgereicht. Um 4:30 Abfahrt Taxi. Langsam werden alle von Mama geweckt und es wird kurz Panik gemacht, schlussendlich sitzen wir aber doch alle rechtzeitig im Auto auf dem Weg zum Flughafen. Unser Ziel: ueber Amsterdam nach Dar es Salaam. Im Flugzeug wird erstmal der fehlende Schlaf nachgeholt damit wir dann natuerlich quicklebendig um 22 Uhr in Dar ankommen konnten. Draussen dann das lang erwartete Widersehen: Nach 10 Monaten endlich wieder die Schwester/Tochter umarmen! Eva hat uns freudigst erwartet und direkt von ihren unglaublichen Sprachkenntnissen im Kisuaheli gebrauch gemacht. Wir waren sprachlos!


Am naechsten morgen ging es frueh los, Eva hatte viel mit uns vor. Wenn man in dieses Land kommt, und zuvor noch nie in Afrika war, ist es klar dass man erst einmal ueberforert ist mit Allem. Menschen, Stadt, das fuer Tansanier geordnete, fuer uns aber voellig unuebersichtliche Chaos, Gerueche, einfach alles. Wenn man dann noch an den Ort in dieser Stadt geht wo genau das alles auf einmal zusammentrifft ueberlegt man sich dann doch nochmal aus dem Taxi ueberhaupt auszusteigen. Keine Gnade, raus auf den Kariakoo Markt. Hier findet man alles was man zum Leben braucht: Kleider, Stoff, Rasenmaeher, Huehnerfutter, Naehmaschienen, und vereinzelt auch ein paar Lebensmittel. Das tolle an diesem Markt und an unserer ersten wirklichen Beruehrung mit Tansania war, dass man jegliches Vorurteil ablegt. Man wird nicht belaestigt, eigentlich kaum beachtet. Man kann sich alles anschauen, die Menschen sind freundlich und man kann sich relativ gut eingliedern. Fuer uns war das der perfekte Auftakt, so haben wir gleich am ersten Tag gehandelt, gekauft und viel geredet. Also Eva, wir waren einfach zu baff um viel dazu beizutragen, geschweigedenn dass uns eh niemannd versteht. Beeindruckend war auch das Gesicht der Tansanier sobald Eva angefangen hat Suaheli zu sprechen. Das ging die ganze Reise ueber so, immer wieder voellig erstaunte, aber sofort erfreute und glueckliche Gesichter der Menschen. Da will man diese Sprache sofort auch koennen, allein um diese verwunderten, freudigen Gesichter zu sehen.


Ein weiteres Highlight unserer Reise war das Treffen mit unserem ersten Guide. Fazo holte uns am Flughafen am Kilimandscharo ab und war fuer die naechsten fuenf Tage fuer uns verantwortlich. Zuerst etwas schuechtern und schweigsam fuhren wir mit ihm die 4 Stunden Richtung unserem ersten Park Tarangire, der sogenannten Heimat der Elefanten. Dort angekommen wollte er sofort mit uns unseren ersten Game Drive, also die erste Safari machen. Also sassen wir weitere 5 Stunden im Auto, holperten ueber die Wege und konnten unseren Augen kaum trauen. Man schaute rechts: drei Elefanten. Man schaute links: ein paar Zebras und Impalas. Man schaute gerade aus: ein voellig aufgescheuchter Vogelstrauss rannte vor einem her. Die Vielfalt und Schoenheit des tansanischen Nordens wurde in den ganzen Ausfluegen mit Fazo komplett vervollstaendigt. Angefangen von den Big Five bis hin zu saemtlichen Vogelarten und einer neuen Pflanzenwelt konnten wir im Tarangire Park und in unserem naechsten Park, dem Ngorongoro Krater wirklich alles bewundern. Seine Geduld auch an jedem Elefantenbaby doch nochmal halt zu machen und sein leicht schuechternes Schmunzeln bei unserem minuetlichen Gelaechter im hinteren Teil des Autos ueber einen von Patcis komplett auf den Punkt gebrachten Sprueche oder Pes staendig verzoegerter Reaktionsaufnahme machten die lange Zeit die wir mit ihm zusammen im Auto verbrachten zum gemeinsamen Abenteuer. Auch beim Abschied merkten wir wie sehr uns allen die gemeinsame Zeit gefallen hat. Da wurden beinahe 2/3 Traenen verdrueckt!


Das abenteuerlichste Ereignis hatten wir an unserem naechsten und letzten Stop, im Serengeti National Park. In diesen Parks gilt ueberall strikt „Don't feed the animals“. Dass sich die lieben Schmusekatzen aus Tansania auch mal selbst bedienen koennten stand aber nirgends. So hatten wir, inklusive unserem neuen Guide Cumber ploetzlich beim betrachten der Loewen aus 3 Meter Entfernung, das Gefuehl in deren Augen nur noch ein Buffet zu sein wo man sich ueberlegte zu starten. Der Angstschweiss der sich entwickelte bei dem Gedanken gleich eine Loewin auf dem Schoss sitzen zu haben verfolgte uns noch den ganzten Tag!


Man kann sagen, dass wir in allen drei Parks von der Landschaft und dem Reichtum an Tieren ueberwaeltigt waren. Und wir hatten eine ganze Menge Glueck: angefangen vom Leopard der neben uns auf einen Baum geklettert ist und Siesta gemacht hat, ueber den Auftritt eines Rhynos aus weiter Ferne bis hin zum lebenden Lemming,Schakale, Hyaenen, Adler, Eulen, Affen, das alles und noch viel mehr waren Ereignisse die nicht jedem der auf Safari geht so in den Schoss fallen.


In der Zeit, die wir hier in Tansania verbringen konnten hatten wir so viele Erlebnisse die uns immer in Erinnerung bleiben werden, viel zu viele um sie hier alle mitzuteilen. Das ganze Land in seiner Schoenheit und der unendlichen Landschaft auf der einen Seite und dem entgegengesetzt die Armut und dem Kampf um Wasser aus menschlicher als auch tierischer Sicht auf der anderen Seite werden wir nie vergessen.


Unser eigentlicher Dank aber gilt dir, liebe Schwester Eva! Wie du hier mit den Menschen umgehst, wie du dich hier integriert hast, was wir von deiner anstrengenden Arbeit erfahren haben und wie du das haendelst ist einzigartig. Wir sind begeistert von deiner Freude die du hier auf jeden, egal ob Tourist oder Einheimischen uebertraegst, deiner Offenheit jedem gegenueber. Safari koennen viele machen, aber auf die Art und Weise wie du uns an die Menschen gebracht hast kommt keiner ran. Wir sind stolz auf dich und danken dir fuer diese unvergessliche Zeit.


Asante Sana, Eva


PiPaPeLe






Sonntag, 15. Juni 2014




10 Monate Tansania, Hallo Norden

Es ist nich nur mein Blog oder der Sueden des Landes was Tansania eigentlich beruehmt macht, es sind die Nationalparks im Norden. Der Ngorongorokrater, Tarangire, Lake Manyara, und natuerlich die Serengeti. Um diesen Bilderbuchteil von Tanania zum Abschluss zu erkunden fliegt die lang vermisste Familie ein. Wir starten in Dar es salam. Um gleich mal die Stadt kennen zu lernen starten wir auf dem Kariakoo... nach dem wuseligen Gewirr geht es noch auf einen Blick an den Kipepeobeach. Der naechste Tag bring uns nach Tarangire in den wunderschoenen Park. 3 Tage erkunden wir mit unserem super Guide Tarangire. Horden an Elefanten, Loewen und sogar ein Gepardenmaedchen zeigen sich von der schoensten Seite. Um die big five noch zu vervollstaendigen geht es in den Weltwunderkrater, der beeindruckende Riesenzoo zeigt uns ein Rhino und viele andere Tiere. Nach einer Nacht geht es weiter in die Serengeti, Lachmuskeln, Augenringe und viele beeindruckende Erlebnisse sind staendige Begleiter... Unsere Lodge wird unermalt von grunzenden und furzenden Hippos welche doch mit den Pavianen und den Loewen auch mal die Nacht zum Tage machen koennen. Leider neigt sich unsere Reise schon dem Ende zu. Ikonda und die Arbeit ruft. Taegliche Reporte aus meinem Ward lassen das Krankenhaus nicht vergessen....heute uebrigens 10 Monate Tansania

Sonntag, 8. Juni 2014

Die letzte Reise und Ikondanews

Eine lange Zeit ohne schreiben,, zu lange. Leider laesst die Zeit es doch immer weniger zu am Abend an den Computer zu gehen und zu berichten. Auch ist das Internet in Ikonda wie eine Schildkroete welche auch noch Schlaftabletten gegessen hat. Mein Surigal Ward ist voll. 57 Patienten liegen in den Zimmern und auf dem Flur. Jeder in seinem Bett, was fuer Tansania nicht selbstverstaendlich ist. Ich finde Patienten aus Dar es salam und ja selbst vom Norden kommen ein paar Menschen angereist. Was die Umstaende etwas erschwert ist das sich die Patienten of von anderen Kliniken verlegen lassen und so schon manchmal in ziemlich schlechten Zustand eintreffen. Autounfaelle, Krokobisse oder unbekannte Bauchschmerzen welche sich nach einem Ultrasound als Schwangerschaft herausstellen. Alles wird operiert. Ich verbinge nun meine Zeit auch damit an neuen Guidelines zu arbeiten. Warum muessen die Patienten nicht mehr rasiert werden, brauchen Apendektomien wirklich einen Katheter, ueberhaupt warum bekommt jeder Patient vor Op einen Katheter? Nach 6 Wochen voll Tag und Nachtarbeit  geht es nach Dar um wieder geliebte und lang vermisste Familie abzuholen. Die Geschwister sind in 10 Monaten irgendwie so gross geworden... Wir brechen zu einer Reise in den Norden auf ueber welche natuerlich berichtet wird. Ein grosser Wehmutstropfen ich verpasse meine liebe Chefin Sr. Anna-Luisa welch einen Tag nach meiner Abreise nach Ikonda kommt um mich zu besuchen. Zum Glueck ist da der Father Sandro welcher bestimmt das beste Esssen und den besten Wein auspackt!Nun sind es noch etwas weniger als 8 Wochen zum Heimflug. Doch davor kommt noch etwas gaaanz grosses.... die WM!!!!!! Koennen Itaiener und Deutsche zusammen WM schauen? Ich hoffe und bete das Deutschand Italien so was von platt macht und ich mich allein unter 9 Italienern freuen kann. 6 August am Nachmittag... oh Fernsehturm oh Schlossplatz und ohhhhh Sommerfest.
Ikonda am Morgen
Mojito in Ehren

Mein lieber Samuel, Spinale legen Lehrer

Eingang Ikonda Hospital

Montag, 19. Mai 2014

ps heute gab es den 18.000. klick!! Danke!

Basta Rasta und neues aus Ikonda

Die Tage vergehen als haetten sie Fluegel. Jeden Abend ruft das Bett mit der Stimme eines Stadions. Die Situation in meinem Surigal Ward hat sich veraendert. In der Arbeit als Supervisor ueberarbeite ich mit der Oberschwester die Leitlininen. Auch Dinge wie Blutabnahemen, Verbaende und Lagerungen muessen neu ueberdacht werden. Jeden Abend steht noch ein Gang in die Klinik an um zu schauen ob die Aufgaben auch alle erledigt werden. Nicht gerade der angenehemste Job. 11 Wochen bis zum Abflug....viel zu kurz. Nach dem die schwerste Grippe aller Zeiten sich verabschiedet hat, startet wieder die Arbeit voll durch. Ich oeffne den Verband meines Rastas und finde ein offenes Abdomen vor. Die Naht hat sich aufgeloest. Es ist schon 11 Uhr. Als um 3 immer noch kein Arzt auf den Rasta geschaut hat, gehe ich in den OP und ziehe Dr. Mombo in das Rastazimmer. Umj 16Uhr wird er operiert. Ikonda hat einen grossen Patientendurchlauf..jeden Tag so um die 150-200 kommen und gehen. Die erste Schulung zur Reanimation wird naechste Woche anlaufen, eine schoene Idee mit viel Zulauf. Auserhalb von Ikonda gibt es doch nicht all zu viel. Ich lerne italienisch, kann nicht mehr auf Parmesan verzichten und es gibt Prosecco. Aber wichtiger ist das sich jede Sekunde lohnt. Jeder Tag ein guter Tag ist, das Herz ein Zuhause hat.

Montag, 12. Mai 2014

Fadenzug und Besuch in Ikonda

Es ist eine Freude, Schwester Lucia ist mit einem Kind angereist um die Behandlung weiter  zu fuehren. Nach dem die Gipse an beiden Beinen entfernt wurden, steht der Fadenzug an. Feidha beschliesst vor Panik zu sterben. Traenen welche einen See bilden koennten, laufen ueber die Wangen und die Stimme koennte mich eigenlich mein Gehoer kosten. Da wir uns aus  Loreto kennen besteht sie darauf das ich die Faeden ziehe, nach 2 Minuten und 10 gefuehlten Ohnmachtsanfaellen ist das Drama vorbei. Da ueber 4 Wochen kein Wasser sondern nur Urin an die Beine gekommen ist, steht erst mal eine Waschung an. Meinen Patienten dem Rasta und Hyja geht es entsprechend. der Rasta hat eine dicke Infektion und die Naht heilt nicht zu. Hyja ist heute mit der Hilfe von dem deutschen Lucia Eva Team das erste mal nach 2 Wochen an der Bettkante gestanden. Ein grosser Moment fuer uns alle. Morgen muss doch einmal nach 14 Tagen frische Luft geschnappt werden......

Mittwoch, 7. Mai 2014

Hey Rasta, und Leitlinien Reanimation

Erdwin ist 29, hat richtige Rastahaare, er ist  Frisoer von Beruf. Er kommt mit einem akutem  Abdomen und wird gleich operiert. Nach dem Samuel mit mir eingeleitet hat geht er um eine Notsectio zu machen und ich bleibe bei Rasta Erdwin. Da wir keine ZVK legen, ist die Narkose ganz entspannt. Nach 1 Stunde und ein paar Minuten ist die OP auch schon vorbei. Nach Extubation bringe ich Rasta in sein Zimmer, er ist noch ziemlich verpennt und will den Guedel noch behalten. D
Eingangshalle

Ankunft Ikonda
ie Familie wartet schon und zusammen sprechen wir ueber die Ueberwachung. Am naechsten Tag komme in meinen surigal Ward und schaue nach Erdwin. Hey Rasta, vipi? Er grinst durch die Nasensonde und sagt nur...fresh.... na dann ist ja gut. Die Naht hat sich nach 3 Tage nach Op infiziert und so muss Rasta oft verbunden werden. Dann gibt es da noch Hayga, er ist 16 und hatte ebenfalls ein akutes Abdomen. Sein Vater betreut ihn und schlaeft seit 10 Tagen auf einem Stuhl in seinem Zimmer um immer fuer den Sohn da zu sein. Wenig geht so ans Herz wie wenn man einen Tansanier weinen sieht, heute weinte der Vater von Hayga da sein Sohn erneut am Abdomen operiert werden muss.. Am Morgen hat sich eine grosse Menge von Fluessigkeit aus der Drainagenstelle entleert und man macht eine notfallmaessige OP. der Vater wartet 2 Stunden vor der Tuer und betet fuer seinen Sohn. Da muss man schon sehr schwer schlucken.... Zufaellig erfahre ich das es keine Leitlinien fuer Reanimation gibt, also sitzt man am Nachmittag zusammen mit der Anaesthesie und dem Chef. So wird im Laufe der Woche ein Leitbild erstellt fuer die Stationen und dann wird jeder einzelne Ward geschult werden muessen. Samuel ist zum Glueck sehr motiviert und er wird das sehr gerne in die Hand nehmen. Der Weg ist noch bissl weit aber bis Ende des Monats werden die Bilder in den Stationen hoffentlich haengen.Die Arbeit hier ist wie die Ewigkeit...sie hat kein Ende. Am Abend jedoch wenn wir zusammen italienisches Schnulzenfernseh schauen, hat sich jeder Tag gelohnt und man freut sich auf den Naechsten.....

Freitag, 2. Mai 2014

Finale- die erste Spinale

Nach getaner Arbeit auf Station geht es wie jeden Tag um 16 Uhr in den OP. Mit meinem Lehrmeister Samuel zusammen lege ich nun meine erste Spinale. Dank ausführlichem Text von einem befreundetem Anaesthesisten geht es gut vorbereitet los. Die Schwangere sitzt und wartet schon. Mit sterilen Handschuhen wird ordentlich abgewaschen... nix  Kittel oder Lokale. ich bekomme meine Nadel, eine 20G. Dann zeigt mir Samuel wie er immer die passende Stelle sucht. Vor lauter schwarzer Haut und Desinfektionsmittel sehe ich eigentlich nichts aber es geht ja auch ums fühlen. Dann mit etwas Kraft geht die Nadel durch die Haut. Es fühlt sich nicht nach hartem wiederstand an, als dann schließlich noch das Liquor kommt spritze ich die 2 ml  Mepivacain die Samuel mir gibt. Die Schwangere gibt keinen Laut von sich und als der erste Schnitt getan ist freuen wir uns alle ganz arg das es geklappt hat. Ja etwas mehr Hintergrundwissen wäre schön aber Samuel meinte das lernt man am besten wenn man es übt. Im Nachbarsaal sehe ich die Anaesthesieschwester intubieren. Flux ist der Tubus drin. Alles macht sie alleine, ich  muss wieder an die 7 cm. Pflasterstreifen denken und grinsen. Ekg, RR und Puls alles vorhanden. Die Narkose wird ohne Gas gemacht, nur I.V. Ja selbst das geliebte Propofol finde ich in einer Dose vor. Die Tuben werden wieder verwendet und sind nicht steril. auch der Tubus hat schon einige Münder durchlaufen. Es gibt 6 Schwestern für die Anaesthesie und alle arbeiten alleine, selbst Ops wie perforierte Abdomen oder Schildruessen sind kein Problem. Ich komme aus dem Stauen nicht heraus. Die Patienten wachen in der Regel sehr schön auf und die Schwestern arbeiten einfach sehr erfahren. Eine wahre Freude. Auf Station ist sehr viel Arbeit, aber es macht doch grossen Spass mit den Patienten, auch wenn man manche Sachen nicht immer versteht oder verstehen möchte, wie z.B. eine Bitte um Schilling. Die erste Woche ist nun fast vorbei und die 2 Woche wird mit Spannung erwartet. Auch das italienische T.v kann sehr unterhaltsam sein.

Mittwoch, 30. April 2014

Die ersten Tage in Ikonda

Ich beginne meine neue Arbeit. Auf Wunsch der Krankenhausleitung und nach eingehender Besprechung gehe ich zurück zu meinem Anfang. Auf die chirurgische Station. Nun findet jeden Morgen ein Meeting statt an welchem alle Personen in führenden Leitungen anwesend sind. Die Stationleitung und ich teilen uns nun den Posten, zusammen wird überlegt wie die Patientenakten, die Bettenplanung, die Medikamentenausgabe und die Wundbehandlung verändert werden können. Wieder einmal bin ich froh über meine Zeit auf der septischen Unfallchirurgie! Um 16 Uhr geht es dann in den Op um bis 18 Uhr um  die Anaesthesie zu sehen. Jaaa und Tatsache da sind sie, die Spinalen. Bericht folgt am Freitag. Ikonda ist ein bemerkenswertes Krankenhaus.  Die Klinik wird von Italienern geführt. Sämtliches Personal hier hat sich ausschließlich der Arbeit zum Wohle der armen Patienten verschrieben. Es herrscht ein kommen und gehen von verschieden italienischen Doktoren,. Der Stand der Klinik ist sehr hoch, aus ganz Tansania kommen Patienten um sich hier Behandeln zu lassen, Flurbetten und Ueberbelgeung ist hier völlig normal. Die Zimmer haben auch Duschen mit warmen Wasser und eine Toilette, was für Tansania sehr großer Luxus ist. Der Op ist extrem gut ausgestattet und auch das Personal arbeitet  zuverlässig. Es ist ein Platz an welchem man einfach verweilen möchte und seiner Arbeit nachgehen, Die Monate in Ikonda werden voll sein mit Arbeit, jedoch jede einzelne Minute ist Lohnenswert. Die Italiener sind sehr lustig, nach einer Willkomensparty mit Antipasti und Pasta beziehe ich mein neues Zimmer. Nur an das waschen mit Maschine muss ich mich wieder gewoehnen.

Samstag, 26. April 2014

Tachistisches Tansania ABC, Teil II


JETZT ist es schon wieder an der Zeit, Abschied zu nehmen, aber vor der Heimfahrt bleibt noch ein Stuendchen fuer die Fortsetzung meines Gastblogs..
KISWAHILI, die hier verbreitete Sprache, scheint ein Mischmasch aus verschiedenen Sprachfetzen zu sein: Elemente von Englisch, Arabisch, Italienisch sind herauszuhoeren – kurzum, eine Art Zigeunerkauderwelsch, wenn man so will (ist nicht boese gemeint).
L wie LOEWE – Wir haben ihn tatsaechlich aus naechster Naehe gesehen, diesen Koenig der Savanne. Faul lag er neben einem Busch im Mikumipark, waelzte sich sogar genuesslich auf den Ruecken und liess sich in keiner Weise vom Safarirover stoeren, der unmittelbar an seiner Seite anhielt. Ich konnte vom Fahrzeug aus ein paar schnelle Tierskizzen machen... Oh diese herrliche Landschaft! Dieses Paradies!
MIKUMIPARK, MALAWISEE: An diesen Orten hatten wir des Gefuehl, das Afrika zu sehen, das wir von unseren romantischen Afrikavorstellungen her erwrtet hatten. Eine herrliche, ueppige und urwuechsige Natur mit grossen, bunten Schmetterlingen und vielen Wildtieren darinnen. Die Menschen am See sind sehr einfach, leben in kargen Huetten und freuen sich unbaendig ueber den Besuch der Weissen, die sich beim Pfarrer einquartiert haben.
NKILE heisst das Fischerdorf am Malawisee, und Pater Silverius (ueber den ich gerne viel erzaehlen wuerde) ist der freundliche Gemeindepfarrer, der uns fuer ein paar Tage beherbergt hat.
OSTERGOTTESDIENST im Kloster, in dem Eva bisher gearbeitet hat. Wie bunt die Menschen hier doch gekleidet sind, wie munter und taenzerisch und lebensfroh so ein Gottesdienst vonstatten geht! (O koennte sich unsere Christengemeinschaft doch eine Scheibe davon abschneiden.) Anschliessend sind wir bei einer Familie aus dem Dorf zum Essen eingeladen und koennen die Lebensverhaeltnisse aus naechster Naehe erfahren. Ich sage dir: so ein freundlicher Empfang wird dir in unserem Land niemals bereitet!
POLE ist ein Wort, das soviel wie Pech gehabt, Mitleid und noch einiges anderes ausdrueckt. Es wird auch fuer uns zum gefluegelten Wort, weil einiges anders laeuft als erwartet. Wenn du mal auf diesen Strassen Bus oder Auto fahren musst, dann weisst du was POLE bedeuten kann...
QUELLE, frisches Wasser: Pater Silverius hat es geschafft, seinem Fischerdorf eine Wasserleitung aus den Bergen an den See herunter zu legen, und nun profitieren alle vom frischen Trinkwasser. Zuvor haben sie aus einem Fluss geschoepft, an dem sie auch gewaschen und Fahrzeuge gereinigt haben; viele sind vom schlechten Wasser krank geworden und gestorben.
ROLA ist der Name eines Vogels, den man hier staendig hoert, er gibt einen Ton von sich, als wuerde er auf einer Schilfrohrfloete blasen. Ueberhaupt ist hier ein Vogelparadies, du siehst die buntesten Erscheinungsformen vom leuchtenden Rot des Red Bishop-Vogels bis zum schillernden Tuerkis eines eisvogelartigen Federviehs.
SCHLANGEN gibt’s natuerlich auch in allen Versionen, wir sind aber noch von Begegnungen der dritten Art verschont geblieben.
TANSANIA und die Tansanier – hier ist irgendwie alles anders als anders... Die Dinge laufen staendig improvisiert, spontan, chaotisch und von jetzt auf nachher ab. Jeder hilft jedem, alles gehoert allen, die Leute sind ueberaus freundlich und offen.
Tansania ist eine Reise wert – wenn man weiss, was auf einem zukommen kann.


Asante sana, Tanzania! (Danke sehr, Tansania)


(Der Rest des Alphabets bleibt ungeschrieben, die Zeit ist um.) Andreas

Freitag, 25. April 2014


Udzungwa Nationalpark

Gasteintrag von Andreas



Tansania von A bis Z. Ein tachistisches Tansania Alphabet


AFFEN laufen hier auf den Strassen herum; sie sind vor allem in bergigem Gelaende anzutreffen. Im Uzungwa-Park (Bergwald) haben wir seltene Blackandwithe Affen in den Baeumen hocken sehen.
ABENDS sind gesichtsflaechengrosse Fledermaeuse aus dem Nichts heraus erschienen – ein gespenstisches Schauspiel...
BUS fahren in Tansania: Wenn du mit deinem Leben Poker spielen willst, fahre mit einem oeffentlichen Bus – Ueberleben reine Gluecksache! Ungelogen! (An den Strassenraendern liegen alle paar Meter Wraks, die Raeder nach oben.)
Die CHRISTEN sind wohl in der Mehrzahl, der Praesident ist aber muslimischen Glaubens. Ein grosses Problem scheint die Wirtschaftskriminalitaet und die Korruption zu sein – auch von staatlicher Seite.
DIE Freundlichkeit und Herzlichkeit der Leute ist immer wieder umwerfend. In Mkili am Malawisee sind wir doch wirklich vom halben Dorf mit Gesaengen und Palmzweigen und einer Art Rotem Teppich aus Stofftuechern empfangen worden! Der nackte Wahnsinn!
EISEN muss reichlich im Boden vorhanden sein, der Boden ist tiefrot, annaehernd purpurfarben. Bodenschaetze werden willkuerlich ausgepluendert und abtransportiert, ohne dass die Bevoelkerung irgend etwas davon haette.
FISCH ist im Malawisee so reichlich vorhanden, dass alle Doerfer hier davon leben koennen. Wir haben gebadet, immer umringt von zahlreichen nackten Kindern, und haben die Fischer beobachtet, die immer noch in den alten Einbaeumen – abends mit Laternen an Bord – hinausfahren. Ein Bild, das unwillkuerlich an Genezareth denken laesst.
GESTERN haben wir dieses Paradies wieder verlassen und sind nach Perameho in die Benediktinerabtei gefahren, von wo aus wir morgen dann zum Flugplatz in Songea fahren werden, wo unsere Heimreise beginnt.
Das Leben in diesen Kloestern und Abteien hat schon etwas sehr Spezielles...
HEUTE haben wir uns eine hoechst interessante Fuehrung durch die riesige Abtei geben lassen: Handwerker-,Drucker-, Malereiwerkstaetten wie bei uns von anno dazumal. Und wirklich – auch unsere ausrangierten Geraete (zB die Heidelberger Bleisetzdruckmaschinen) kommen dabei zum Einsatz...
ICH bin erst beim I angekommen, aber fuer heute reichts mir – ausserdem wartet das Abendessen im Gesthous auf uns.
Tansania war ein Abenteuer, das mir noch lange Stoff zum Nahdenken, Verdauen, Erinnern geben wird...


Nina salimia (ich gruesse)
Andreas

Freitag, 18. April 2014

Herzklopfen mit Wehmutstropfen

Über Ostern kommt Besuch der Familie, nach 2 Tagen Dar geht es dann weiter nach Mikumi und in Richtung Kigonsera. Es ist immer wieder schön das Land durch Augen der Besucher zu sehen. Die Gedanken und Gefühle zu hören. von Besuchern. Es zeigt uns wieder wie sehr wir schon eingetaucht sind in diese Kultur, wie anders wir doch sind in Deutschland. Das Rueckflugticket kommt per Mail. Ja der Gedanke an den Heimflug kann einem den Tag ganz schön kaputt machen. Das Land zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite. Es überrollt dich mit einer warmen Welle der Zugneigung und verursacht Herzklopfen. Bei  einer steilen Wanderung durch den Regenwald, einem Wasserfall entlang, sehen wir seltene Affen und Massen an Schmetterlinge. Es ist wie ein Film voll Schönheit und Abenteuer. Ich muss an Tarzan denken. Im Park zeigt sich der Löwe und die Giraffen als würden sie in einer Ausstellung stehen. Ostern wird in Kigonsera gefeiert, dann geht es endlich in meine neue Klinik nach Ikonda, ich freue mich jeden Tag darauf dort meine neue Arbeit anzufangen und die Klinik zu erkunden. Die Anaesthesie wird sich hier wieder mit grossen Schritten melden, Spinale, Lokale, Tracheale.... alles wird neu gelernt werden müssen. Da dankt man schon den Kollegen in der Heimat für die Hilfe. Doch nun immer im Kopf ist der Gedanken an die Heimkehr. Noch fühlt es sich nicht Richtig an zu gehen, die Arbeit ist nicht beendet, der Weg bis August ist zu kurz! Was hält dich denn in Tansania fragt meine Freundin..... was erwartet mich den in Deutschland denke ich mir. Familie und Freunde, dass Schönste und wertvollste was der Mensch braucht. Aber auch eben auch ein Haufen an Dingen welche erst wieder neu angenommen werden müssen. Auch im alten Umfeld wird man merken wie weit man sich verändert hat. An Ostern  legen die Schwestern wieder ihr Geluebde ab. Liebe Gruesse an alle Schwestern daheim. Besonders natuerlich an Sr. Anna-Luisa und Sr. Judith fuer diese besondere Zeit!