Samstag, 31. August 2013
Freitag, 30. August 2013
Als Frau raucht man nicht, oder den Kreutzweg beten.
Nach den heutigen Morgen, als ich meine Gebete wie jeden Tag erledigt hatte, (freut mich das sie ankommen), ging es mal wieder um Buerokratie .Fuer unser Visum haben wir jede Menge Zettel auszufuellen. Nach einer intenvisen Lerneinheit auf einem der vielen grossen Steine in der ziemlich warmen Sonne , beschliessen wir nach Maguu town zu gehen. Handy laden und meine Ziggaretten gehen auch aus. Also los. Auf dem Weg nach Maguu faellt mir mal wieder auf das hier niemand raucht. Weder heimlich noch oeffentlich. Als ich die richtige Huette gefunden hatte kaufe ich 3 Schachteln Safari. Dabei kommt ein junger Mann und kauft eine einzelne Ziggarette. Umdenken ist wieder angesagt. Rauchen ist hier ein teures Luxusgut auch wenn 3 Schachteln nur 5000 Ths. kosten. etwa 2,50Euro. Werde also in Zukunft heimlich rauchen oder nur am Abend.(Nein, ich werde nicht die Gelegnheit nutzen und aufhoeren!).Auf dem Rueckweg von Maggu treffen wir den kleinen Humpfrey. Er sieht Vanessa mit der Fanta in der Hand und kommt. Als er seine duennen,kurzen Arme ausstreckt gibt Vanessa die Fanta ab. Und zack-ehe man es sich versieht rennt der kleine Humphrey wie der Blitz davon. Mit der Fanta natuerlich. Aber da er uns gut bekannt ist, und schauen kann wie Bambi wenn es einen Apfel bekommmt lassen wir ihm den Spass. Damit sich die 3 spielenden Kinder sich nicht eine Fanta teilen muessen welche halb leer ist, sponsore ich meine ich dazu. Zurueck will ich mich mit Verena in die Sonne setzen und ein paar Saetze Kisuaheli lernen. Unterwegs passt uns Sr. Judith ab und bittet uns zum Abendgebet. Wollte ja eh dort hin. Also gehts in die Kapelle. Meine Laune schwankt leicht. Entschaedigt werde ich durch den absolut wahnsinnig ,schoenen Gesang der Schwestern. Jede singt eine eigene Stimme und zusammen klingt das wie ein ganzer Chor. Als das Singen vorbei ist moechte ich gehen, Sr. Afra haelt mich zurueck. Ich schaue Verena an und sie grinst nur. Freitag wird wohl der Kreutzweg gebetet. Also 14mal knien,beten und singen. Morgen ist leider kein Kindergarten, werde den kleinen Josepho nicht druecken koennen. Am Wochenende muessen die Kinder hier den Eltern daheim helfen beim waschen,putzen und das uebliche Holz sammeln. Ueberhaupt sind die Kinder hier schon im kleinsten Alter sehr fleissig und sehr brav. Kommt ein Gast wird sofort von den Kindern ein Stuhl gebracht. Im Kindergarten sitzen die Kinder zwei Stunden ruhig da waehrend Jedes an die Tafel muss und Silben vorsagen mit einem Stock in der Hand. Die Schwestern wollten Fotos sehen von Freunden und Familie . Also zeige ich Bilder vom Skifahren, Familie und Freunde. Begeisterung kommt auf. Auch von mir. Es ist schon schoen nach so kurzer Zeit Fotos anzuschauen. Naechste Woche ist der Arzt aus dem Urlaub zurueck. Dann wird der Raum mit dem Tisch in der Mitte wieder benuzt. Ich freue mich schon darauf mit Sr. Imatrikulata mal den Aether zu testen und kennen zu lernen. Also im Rahmen einer Op natuerlich. Was ich vermisse ausser Sekt ist wohl definitiv Wasser mit Kohlensaeure. Und Cluss. Was die Wasserspeicher der Lebewesen hier angeht, ich glaube die Verteilung findet nicht nur auf dem Ruecken statt..Die Menschen hier scheinen uns langsam aufgenommen zu haben. Die Kinder heulen nicht mehr wenn sie einen Mzungu sehen und Jeder gruesst freundlich. Morgen kann ich endlich meinen "ich bin eine Ente" Kanga abholen und tragen. Es naht das Wochenende. Waehrend daheim alle ausgehn oder sich treffen, werden wir halt morgen mal nen Film schauen, bevor um halb Sieben wieder der Klang von Ton Steine Scherben mit Guten Morgen uns weckt. Hier noch ein Sprichwort aus Tanzania: haraka,haraka, haina baraka.= Eile,eile bringt kein Glueck. Salama liebe Freunde.Donnerstag, 29. August 2013
Mimi ni Bata,oder ich bin eine Ente
Die Nacht auf den heutigen Tag war ziemlich kurz. Unser Malariafall hatte akute Uebelkeit entwickelt und so wurde ich von wuergenden Geraeuschen geweckt.Nachdem sie mit Tabletten versorg war, ging es zurueck ins Bett. Es war schon kurz vor Kirche. Nach Kindergarten und Schule wollen Vanessa und ich nach Maguu town. Es werden gewisse Dinge benoetigt wie z.B. ein Heft und Lutscher fuer die Schwestern. Aber eigentlich will ich einen Kanga mit Spruch kaufen. Die Frauen tragen hier Ihre Kangas mit Spruechen darauf um Botschaften dezent und doch oeffentlich weiterzutragen. Dank meiner fliessenden Kisuaheli-Kenntnisse gehe ich hoch motiviert mit Vanessa los. Als wir Mr. Kapinga, unserem Lehrer treffen, laedt dieser uns auf ein Safari ein und wir plaudern etwas. Bei seiner Frau im Laden kaufen wir auch gleich ein. Also er von unserem Plan erfaehrt einen Kanga zu kaufen, schickt er gleich seine Frau um uns zu begleiten. Am Sand angekommen finde ich eine grosse Auswahl vor. Leider verstehe ich nur "Mungu"=Gott. Aber ich will einen Kanga ohne Mungu. Ich hole mir Mr. Kapinga zur Verstaerkung dazu und er sucht mir den passenden Kanga. Darauf steht nun folgender Satz:Ich bin eine Ente und wenn ich mich Ozean verloren habe,gehe ich zurueck ans Festland. Auf dem Heimweg treffen wir die Kinder beim Holz sammeln. Wieder dieses wunderschoene Licht. Morgen ist Schul aber nicht Kirchenfrei. Man kommt langsam an in Maguu. Es ist ein Gefuehl als wueder der Flieger zur Landung ansetzten. Doch die Daheimgebliebenen sind immer sehr anwesend im Herz, was ja aber auch gut ist. Je mehr sich einem die Kultur oeffnet, um so mehr beginnt man automatisch vergleiche zu ziehen. Mr. Kapigna erzaehlt uns viel von Respekt dem Aelteren gegnueber, und der Hilfe von Kind zu Eltern und umgekehrt. Hab ich schon erwaehnt das es in Maguu die besten Passionsfruechte gibt und zwar massenweise? Peska genannt. Zu meinen Kommentaren, Brischit, vielen Dank. Den Kili seh ich erst um Weihnachten rum. Ich freu mich total von Dir so viel zu lesen. Henri Gruesse deine Eltern und und sei brav. Elvis ich werde natuerlich immer Priscilla fuer dich sein, Blondi ich vermisse dich! J+R wir muessen dringend skypen geht aber nur wenn es nicht windet! Familie ihr seit einfach fest umarmt. Shikamoo und usiku mwema BATA. Ps. Irmela meine Wunderschoene, wuerde Helene gerne laufen sehen.Mittwoch, 28. August 2013
Kamelkuh und Peska.
Es ist als wuerde die Sonne das Herz umarmen wenn man jeden Morgen in den Kindergarten geht. Es entsteht ein lautes Rufen und da sind sie wieder, ueberall die Haende welche dich fuehren und begleiten moechten. Josepho kommt zu mir gerannt mit geoeffnetem Hemd und fordert seine morgendliche Kuschelrunde ein. Als Dank dafuer darf ich ihm beim Silben lernen zuschauen. Die Schule wird nicht leichter. Je mehr wir lernen und die Lehrer uns erklaeren muessen, um so mehr wird auch Englisch zur Fremdsprache. Wenn die Kleinen und auch die Groesseren mit lernen und spielen fertig sind, wird hier Holz gesammelt. Auf unserem Spaziergang zum See treffen wir Kinder jeden Alters welche grosse Buendel von Holz auf dem Kopf tragen richtung Heimat.Unten am See sitzt ein Landwirt welcher seine Kuehe zum weiden dort angebunden hat. Die Kuehe hier haben grosse Hoecker hinter dem Nacken sitzen. Ich erzaehle einem Freund davon, dieser macht mich darauf aufmerksam es koennten Kamele sein. Aber nein es sind definitiv Kuehe. Die Tiere hier speichern wohl das Wasser fuer harte Zeiten auf. Der Landwirt ist ganz begeistert das ich die Tiere fotografieren moechte.Auf dem Weg zurueck ins Kloster treffen wir viele Menschen welche unterwegs sind. Mit Kind im Kanga auf dem Ruecken, zu viert auf dem Motorrad ins naechste Dorf, mit Eimer auf dem Kopf und Kind an der Hand. Viele gruessen und freuen sich wenn man anstaendigt zurueck gruesst. Die Sonne versinkt hinter den Bergen von Maguu und eine warme rot,goldene Farbe huellt die Landschaft ein. Wir treffen ein wohl frisches Paar welches romantische Bilder in der Sonne macht und ab und zu kurz die Haende halten. Ganz beruehrt beobachten wir die Zwei. Zuneigung zwischen Mann und Frau wird hier nicht sehr oeffentlich bekundet.Ein schoener Abend in Maguu geht zu vorbei. Wir gehen hier ja um 21Uhr ins Bett. Usiku mwema
Abonnieren
Posts (Atom)

